1. Eigentlich ist Barney Panofsky ein Arschloch wie es im Buche steht. Er zeichnet sich nämlich vornehmlich durch Alkoholismus, Zynismus, Jähzorn, Seitensprünge und viel zu überstürzte Ehen aus, und verliebt sich nebenbei auch noch Hals über Kopf auf seiner eigenen Hochzeit in eine andere Frau. Zudem ist sein Lebensweg maßgeblich selbstverschuldet. Auf den ersten Blick also nicht gerade ein liebenswürdiger Zeitgenosse, mit dem man gerne mitleiden möchte. Doch trotzdem ging mir sein tragisches Schicksal am Ende äußerst nahe und ich konnte mir sogar eine Träne nicht verkneifen. Denn bei allen negativen Eigenschaften die Barney in sich vereint, hat er sein Herz doch auf dem rechten Fleck, Stichwort Bulgarien. Paul Giamatti spielt hier in der Hauptrolle ganz groß auf, genau wie Dustin Hoffmann als Barneys etwas primitiver Vater, der für einige komische Momente sorgt. Die Handlung selber verläuft größtenteils in Rückblenden, in denen Barney sein Leben revue passieren lässt. Entgegen den anfänglichen Erwartungen, steuert der Film allerdings nicht auf den angeblichen Mord hin, der Barney seit Jahrzehnten verfolgt, sondern befasst sich hauptsächlich mit seinen Liebesbeziehungen. Dabei wechseln sich Schicksalsschläge und glückliche Momente ständig ab und sorgen so für zahlreiche Dramaturgische Höhepunkte. Negativ zu erwähnen ist aber, dass bis auf Barney und dessen Vater, alle anderen Figuren kaum Tiefe erlangen. Des Weiteren reiht sich der Mord-Nebenplot nicht gerade harmonisch in die restliche Geschichte ein. Trotzdem ist "Barney's Version" dank seiner tollen Dialoge und dem gut aufspielenden Ensemble eine sehr sehenswerte Tragikomödie, die ich auch beim zweiten Mal noch sehr genossen habe! Bewertung: 8/10

  2. Ich hatte von dem Film zuvor noch nie etwas gehört, obwohl ich Giamati gut und Dustin Hoffmann sehr gut finde.

  3. Bei mir ist es schon länger her, dass ich den Film gesehen habe, ist also nicht mehr so präsent. Der gute Daniel hat ihn mal im Fernseh****** empfohlen, und da er fast immer meinen Geschmack trifft, habe ich ihn blind geguckt. Leider hat er mir nicht wirklich gefallen. Kann gut sein, dass er an meiner Erwartungshaltung gescheitert ist. Ich dachte, das wird eine nostalgische RomCom mit etwas Tragik und einer sympathisch kauzigen Hauptfigur. Bekommen habe ich Tragik, etwas Spannung und einen Protagonisten, der fürchterliche Entscheidungen trifft und mit allem unzufrieden ist. Natürlich können Geschichten über solche Menschen auch interessant und unterhaltend sein. Hier war mir Barney aber leider die meiste Zeit egal. Das lag nicht an Paul Giamatti, der wie immer einen tollen Job macht. Es war einfach die Figur, zu der ich keine Beziehung aufbauen konnte oder wollte. Und wenn das bei einem Film passiert, der sich nur um diese Person dreht, kann er für mich nicht funktionieren. Das heißt nicht, dass der Film fürchterlich ist. Die Schauspieler sind toll und auch die Geschichte hat mich ab und an gefesselt. Aber einen Lobgesang kann ich nicht anstimmen.

  4. Ich habe den Film vorher noch nie gesehen oder irgendetwas gehört, ich finde den Film nicht besonders gut. Die geschichte hat mich nicht wirklich angesprochen. Ich kann verstehen das der Film einigen Leuten zusagt, da er wirklich gut gemacht ist. Nach meiner persönlichen Einschätzung würde der Film nur 5 / 10 bekommen. Es tut mir leid für alle die ein Fan von diesem Film sind aber ich fand ihn wirklich nicht gut.

  5. Zu Deiner Frage: Es wurde eigentlich in dem Moment klar, als Barney das Löschflugzeug sah, wie es den Wasserballon zusammen mit dem Wasser aus dem See aufsog und wieder ablies. Damit wurde dann erklärt, dass Boogie durch den Schreck des Schusses in den See gefallen ist. In den Nachrichten wurde erzählt, dass er Spuren eines Sturzes aus großer Höhe aufwies.

  6. Hatte den Film vor der Hausaufgabe lange (3 Jahre) nicht gesehen. Ich hatte auch vom ersten Schauen nicht mehr allzu viel in Erinnerung. Was mir allerdings in Erinnerung blieb und womit ich diesen Film immer in Verbindung bringen werde, ist die Glanzleistung, die Paul Giamatti an den Tag legt. Er trägt den Film wunderbar über seine teils doch argen Längen hinweg. Nur für die Geschichte würde ich vermutlich eine 5 oder 6 von 10 geben. Dank Giamatti (und ehrlich gesagt auch dem Großteil des restlichen Casts, besonders Dustin Hoffman) bekommt der Film von mir eine 7/10! Das Ende treibt einem einen Kloß in den Hals, was für mich meist immer ein gutes Zeichen ist, da der Film es schafft mich zumindest in Momenten zu berühren. Aber Danke nochmal an Schröck für die Hausaufgabe. Ohne diese hätte ich den Film sicher nicht so schnell wieder aus dem Regal gezogen.

  7. Ein toller Film. Für mich fühlt es sich so an, als hätte der Sohn das Leben seines Vaters Barney verfilmt. Barney wirkt dabei wie ein liebenswertes Arschloch. Ständig am trinken und am rumrüpeln ist er trotzdem eine Mensch der alles für seine Familie und seine Frau tut. Miriam seine Frau hingegen entspricht schon eher dem Idealbild einer Frau, die sich dem Mann und der Familie komplett unterordnet. Für mich steht einfach die Kernaussage: "Ja, mein Vater war ein Schwein, aber ich liebe ihn trotzdem." So muss Barney die liebevolle Generalkritik seines Sohnes ertragen. Für mich ist daher eine der wichtigsten Schlüsseszenen die Zigarren-Bananenszene am See. Hier zeigt der Sohn auf eine sehr beiläufige Art, dass er ihn akzeptiert mit all seinen Macken.

  8. Im Grunde genommen passiert nicht viel in Barney's Version, manch einer mag sagen, dass es in dem Film nur um einen saufenden Fettsack und um seine Liebesbeziehungen geht, aber für mich ist Barney's Version viel mehr, denn diese 134 Minuten sind unglaublich süffisant und zu keinem Zeitpunkt langweilig, dazu ist Barney's Version die perfekte Mischung aus Drama, Komödie und Liebesfilm, wobei es zum Ende hin immer dramatischer wird, und der Film selbst mir, eine Träne bescherte. Soll heißen das Barney's Version mit grandiosen schauspielerischen Leistungen (siehe Dustin Hoffman, Rosamund Pike und vorallem Paul Giamatti) und dem guten Drehbuchs, für mich einfach ein Film über das Leben und die Liebe ist, denn Liebe macht sogar harte Zyniker wie Paul Giamatti weich, indem Sinne, danke für den Film Schröck und bis zur nächsten Hausaufgabe!

  9. HuHu erstmalig in der altehrwürdigen Geschichte der Hausaufgabe musst ich mich Film-Weiterbilden. Barney’s Version sagte mir gar nichts.

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